Zink beim Pferd im Fellwechsel

Zink beim Pferd im Fellwechsel

Zink beim Pferd: Warum der Bedarf im Fellwechsel steigt

Noch stehen die Pferde auf der Sommerweide – doch der Organismus arbeitet bereits am Winterfell. Mit den kürzer werdenden Tagen ab August beginnt die hormonelle Umstellung, die den Fellwechsel einleitet. Für den Stoffwechsel bedeutet das Schwerstarbeit: Millionen neuer Haare müssen gebildet werden, und dafür braucht der Körper vor allem eines – ausreichend Nährstoffe. Ein Spurenelement spielt dabei eine Schlüsselrolle: Zink.

Welche Rolle spielt Zink im Pferdeorganismus?

Zink ist an über 300 Enzymprozessen im Körper beteiligt und damit eines der vielseitigsten Spurenelemente überhaupt. Für Pferde ist es in drei Bereichen besonders relevant:

Haut und Fell: Zink trägt zur Erhaltung normaler Haut und normalen Fells bei. Haare bestehen zu einem großen Teil aus Keratin – und für dessen Bildung wird Zink benötigt. Im Fellwechsel, wenn das komplette Haarkleid erneuert wird, steigt der Bedarf deshalb spürbar an.

Hufhorn: Auch Hufhorn ist eine Keratinstruktur. Eine gute Zinkversorgung unterstützt die Bildung von stabilem, elastischem Horn – wichtig für alle Pferde, besonders aber für Barhufer und Pferde mit ohnehin empfindlichen Hufen.

Immunsystem: Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Gerade im Herbst, wenn nasskaltes Wetter, Weidewechsel und Stallumstellungen den Organismus fordern, ist das ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Warum reicht das Grundfutter oft nicht aus?

Viele Pferdehalter gehen davon aus, dass Heu und Weide den Nährstoffbedarf abdecken. Beim Zink ist das jedoch häufig nicht der Fall: Viele Böden in Deutschland sind von Natur aus zinkarm, und entsprechend niedrig ist der Zinkgehalt im Heu. Hinzu kommt, dass der Bedarf im Fellwechsel über den Erhaltungsbedarf hinausgeht – genau dann, wenn die Weidesaison ausklingt und die Ration ohnehin knapper wird.

Studien und Rationsberechnungen zeigen immer wieder: Zink gehört zu den Spurenelementen, die in reinen Heurationen am häufigsten unter dem Bedarf liegen.

Woran erkennt man eine knappe Zinkversorgung?

Eine unzureichende Zinkversorgung entwickelt sich meist schleichend. Mögliche Hinweise können sein:

  • Stumpfes, glanzloses Fell
  • Verzögerter oder stockender Fellwechsel
  • Brüchiges, schlecht wachsendes Hufhorn
  • Schuppige, empfindliche Haut
  • Erhöhte Infektanfälligkeit

Wichtig: Diese Anzeichen können auch andere Ursachen haben. Sicherheit gibt nur ein Blutbild beim Tierarzt. Im Zweifel lohnt sich diese Untersuchung immer, bevor ergänzt wird – denn auch eine Überversorgung mit Zink ist nicht sinnvoll und kann die Aufnahme anderer Spurenelemente (etwa Kupfer) beeinträchtigen.

Der richtige Zeitpunkt: 4–6 Wochen vor dem Fellwechsel

Wer sein Pferd im Fellwechsel unterstützen möchte, sollte nicht erst beginnen, wenn die Haare schon büschelweise fallen. Der Aufbau des neuen Haarkleids startet Wochen vorher – idealerweise beginnt die gezielte Zufütterung daher 4 bis 6 Wochen vor dem sichtbaren Fellwechsel. Für den Herbst-Fellwechsel bedeutet das: Ende August bis Anfang September ist der optimale Startzeitpunkt.

Worauf sollte man bei einem Zink-Ergänzungsfutter achten?

Nicht jedes Zinkprodukt ist gleich. Diese Kriterien helfen bei der Auswahl:

Organisch gebundenes Zink: Organische Zinkverbindungen (z. B. Zinkchelat) gelten als besser verfügbar als anorganische Formen wie Zinkoxid. Der Körper kann sie effizienter aufnehmen und verwerten.

Keine unnötigen Füllstoffe: Viele Ergänzungsfutter enthalten Getreide oder Melasse als Trägerstoff – Zutaten, die stoffwechselempfindliche Pferde nicht brauchen. Ein getreide- und melassefreies Produkt lässt sich in nahezu jede Ration integrieren, auch bei EMS-, Cushing- oder rehegefährdeten Pferden.

Fachliche Fundierung: Produkte, die gemeinsam mit Tierärzten entwickelt wurden, bieten die Sicherheit, dass Dosierung und Zusammensetzung auf den tatsächlichen Bedarf abgestimmt sind.

Wikra Zink: gezielt ergänzen statt wahllos zufüttern

Unser Wikra Zink wurde gemeinsam mit Tierärzten entwickelt und liefert Zink in gut verfügbarer, organisch gebundener Form – ohne Getreide, ohne Melasse, hergestellt in Deutschland. So ergänzen Sie gezielt das, was Ihrem Pferd in dieser Jahreszeit fehlen kann, ohne die Ration mit Zucker oder Füllstoffen zu belasten.

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Häufige Fragen zu Zink beim Pferd

Wie lange sollte ich Zink zufüttern? Für die Fellwechsel-Unterstützung hat sich ein Zeitraum von etwa 6–10 Wochen bewährt – beginnend 4–6 Wochen vor dem sichtbaren Fellwechsel bis zu dessen Abschluss. Bei nachgewiesenem Mangel legt der Tierarzt die Dauer individuell fest.

Kann ich Zink überdosieren? Bei bedarfsgerechter Fütterung nach Herstellerempfehlung ist das Risiko gering. Dauerhaft stark überhöhte Zinkgaben können jedoch die Kupferaufnahme beeinträchtigen. Halten Sie sich an die Fütterungsempfehlung und lassen Sie im Zweifel ein Blutbild machen.

Brauchen alle Pferde zusätzliches Zink? Nein. Pferde, die ein bedarfsdeckendes Mineralfutter erhalten, sind oft ausreichend versorgt. Ein erhöhter Bedarf besteht typischerweise im Fellwechsel, bei Haut- und Hufproblemen sowie bei Rationen aus zinkarmen Regionen.

 

 

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